Zusatzleistungen: Schmerztherapie und Wirbelsäulendiagnostik

In der Praxis für Orthopädie und Unfallchirurgie des Marburger MVZ werden Ihnen sowohl für die Diagnostik als auch für die Therapie von akuten und chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparates zusätzliche Möglichkeiten angeboten, sogenannte individuelle Gesundheitsleistungen (iGeL). Diese umfassen alle medizinischen Behandlungen, die nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen enthalten sind und daher eine „Selbstzahlerleistung" erfordern. 

Die Leistungen werden teilweise in unserer orthopädischen Abteilung im EG sowie in unserer ganzheitlichen Praxis für Orthopädie und Naturheilverfahren im 1.OG des Ärztehauses Am Krekel 51 durchgeführt.

Orthopädische Schmerztherapie (iGeL)

Im Rahmen der individuellen Gesundheitsleistungen der orthopädischen Schmerztherapie von akuten und chronischen Schmerzen des Bewegungsapparates bietet unsere Praxis sowohl die Magnetfeldtherapie, Stoßwellentherapie, Lasertherapie sowie Hyaluronsäure-Injektionen an.

Magnetfeldtherapie

In unserer Praxis setzen wir den emFieldPro von Zimmer MedizinSysteme als Ergänzung unserer Therapie ein. Der emFieldPro erzeugt ein starkes elektromagnetisches Feld, das berührungslos auf den Körper einwirkt. Die Behandlung erfolgt ohne direkten Hautkontakt und wird von vielen Patientinnen und Patienten als angenehm empfunden.

Bei der Hochenergie-Induktionstherapie werden elektromagnetische Impulse gezielt auf die zu behandelnde Körperregion gerichtet. Je nach Beschwerdebild kann die Behandlung beispielsweise zur Muskelstimulation und zur Beeinflussung des Muskeltonus eingesetzt werden.

Für welche Beschwerden kann die Behandlung eingesetzt werden?

Der emFieldPro kommt unter anderem bei Rücken- und Nackenschmerzen, Gelenkbeschwerden bei Arthrose oder rheumatischen Erkrankungen, muskulären Beschwerden sowie bei Sehnen- und Schleimbeutelentzündungen und Sportverletzungen zum Einsatz. Auch bei Beschwerden wie dem Patellaspitzensyndrom oder Problemen im Bereich der Achillessehne kann die Therapie angewendet werden. Ob die Behandlung für Sie geeignet ist, besprechen wir gerne individuell mit Ihnen.

Stoßwellentherapie

Die Stoßwellentherapie ist eine Form des Ultraschalles. Ursprünglich wurde dieses System zur Nierensteinzertrümmerung eingesetzt. Medizinisch nutzen wir spezielle Geräte für zwei verschiedene Formen der Therapie:

1. Die fokussierte, auf den Punkt gerichtete Stoßwelle ist sowohl bezüglich der Eindringtiefe in das Gewebe als auch ihrer Intensität so steuerbar, dass sie schmerzhafte Verspannungen in der Muskulatur, Verkalkungen im Gewebe oder tief sitzende Entzündungen erreichen und damit therapieren und lindern kann.

2. Die radiale Stoßwelle breitet sich flächenhaft in der Haut und den darunterliegenden Geweben aus, dringt jedoch weniger tief ein. Sie ist daher besonders für eine Triggerpunktbehandlung zur Schmerztherapie geeignet. Ideale Indikationen für die Stoßwelle sind die Kalkschulter, der Tennisellenbogen, das Kniescheibenspitzensyndrom, die Sehnenentzündung am oberen Oberschenkel und an der Achillessehne sowie der Fersensporn. In der Regel sind 5 Anwendungen notwendig.

Hyaluronsäure-Injektionen

Wird die Belastungsfähigkeit des Knorpels überschritten, z.B. durch Verletzungen im Sport, Beruf, Alltag oder bei Übergewicht, reicht die vom Körper produzierte Hyaluronsäure nicht mehr aus, um den Knorpel zu ernähren und zu schützen. Bei fortgeschrittener Arthrose ist Bewegung häufig nur noch unter starken Schmerzen möglich, da der angegriffene Knorpel und die kaum noch Gelenkflüssigkeit absondernde Gelenkinnenhaut keine ausreichende Puffer-Funktion mehr übernehmen. In der Folge kommt es zu einer Bewegungseinschränkung, die wiederum zu einer verminderten Produktion von Gelenkflüssigkeit, u.a. Hyaluronsäure, führt. 

Die zur Verwendung als Arznei künstlich gewonnene Hyaluronsäure kann hier durch direkte Injektion in hoher Konzentration in das betroffene Gelenk zu einer deutlichen anhaltenden Beschwerdeverbesserung führen. Sie soll bei Arthrose wie ein Schmiermittel wirken und dadurch das Gelenk flexibler und den Knorpel gleitfähiger machen. Dazu bildet sie einen hochelastischen Schmierfilm, der die Knorpelernährung gewährleistet und die Reibung zwischen den Gelenkpartnern minimiert.